DIE 50 WICHTIGSTEN WWE-SUPERSTARS DER LETZTEN 30 JAHRE
Power-Wrestling wagt den Blick in die Geschichte des Sports-Entertainment und präsentiert die aufregende Rangliste der WWE-Top-Stars seit der ersten WrestleMania. Wie haben deine Lieblinge abgeschnitten? Marcus Holzer erläutert diese starbesetzte Auflistung im Detail.
Das ultimative Ranking
Die WWE ist der unumstrittene Markführer im Pro-Wrestling. Zu verdanken hat dies Vince McMahon einer ganzen Reihe an Wrestlern, die ihren Beitrag dazu leisteten, auf jeweils ganz unterschiedliche Art und Weise. Wohl niemand wird den Honky Tonk Man mit Kurt Angle gleichsetzen wollen, beide haben ihren Platz in der WWE-Geschichte aber zweifellos verdient. So wie viele andere auch, die wir auf den folgenden Seiten würdigen wollen. Wir beziehen uns hierbei nur auf die Promotion der Mc-Mahons, und zwar ausgehend von der allerersten WrestleMania am 31. März 1985. Zwar gibt es das Unternehmen schon deutlich länger, die Premieren-Mania repräsentiert für uns aber die Geburtsstunde des modernen Sports-Entertainments
50. DEAN AMBROSE
Kaum zu glauben, aber Dean Ambrose ist bereits seit vier Jahren Teil der WWE. Auch wenn er in dieser Zeit stets eine durchaus prominente Rolle in den TV-Sendungen spielte, glichen diese Jahre doch auch irgendwie einer Achterbahnfahrt. Vor wenigen Wochen gewann der „Lunatic Fringe“ den wichtigsten Titel der Promotion, nachdem er bei WrestleMania in Texas gegen Brock Lesnar noch chancenlos gewesen war. Ambrose gab sich zwar viel Mühe, wirklich hängenbleiben wird von dieser ersten Regentschaft aber vor allem die Tatsache, dass der ehemalige Shield-Anführer der erste SmackDown-Champion nach dem zweiten Brand Split war. Wie alle Aktiven in der Liste hat er aber noch die Chance, in den kommenden Jahren seinen Stellenwert zu verbessern. Bei den Fans hat er auf jeden Fall jetzt schon einen Stein im Brett.
Größte Erfolge: WWE-Champion, IC-Champion, US-Champion, PW-Wrestler des Jahres 2014
Für ihn kann es in den nächsten Jahren nur noch höher hinausgehen
49. ROB VAN DAM
So hundertprozentig schien Rob Van Dam nie in die WWE zu passen. Ein echter Freigeist, der die Dinge etwas lockerer sah als so manch anderer und der auch einen ganz eigenen Kampfstil prägte. Eigentlich hätte The Whole F’n Show perfekt in die anarchischen Tage der Attitude-Ära gepasst. Als er – nach dem Ende der ECW – den Sprung in die damalige World Wrestling Federation schaffte, war diese Zeit aber weitestgehend vorbei. Umso bemerkenswerter, dass der sympathische Superstar trotzdem jede Menge Titel sammeln konnte und zum Start der neuen ECW-Brand vor acht Jahren sogar den ganz großen Preis abstaubte, immerhin mit einem Sieg über John Cena.
Größte Erfolge: WWE-Champion, ECW-Champion (WWE-Vers.), 6x IC-Champion, European Champion, 4x Hardcore Champion, 2x World Tag Team Champion, WWE Tag Team Champion
Ein ECW-Original, das im Mainstream Anklang fand
48. OWEN HART
Wenn der große Bruder zu den besten und populärsten Superstars aller Zeiten zählt, man selbst aber auf der Stelle tritt, kann dies schon mal frustrierend sein. Ende des Jahres 1993 hatte Owen Hart endgültig genug vom Schattendasein und wandte sich gegen seine Familie. Der Startschuss zu einer legendären Bruderfehde, an die man sich auch mehr als 23 Jahre später noch gern erinnert. Der King of Harts schaffte es zwar nie längerfristig an die Spitze, lieferte aber regelmäßig Top-Leistungen ab und half dabei auch dem ein oder anderen Superstar, seine passende Rolle zu finden. Am 23. Mai 1999 wurde Owen bei einem misslungenen und fahrlässig gesicherten Stunt im Zuge einer WWE-Großveranstaltung leider viel zu früh aus dem Leben gerissen, nur wenige Tage nach seinem 34. Geburtstag. Sonst hätte man sicherlich noch weit mehr von ihm gehört.
Größte Erfolge: 2x IC-Champion, European Champion, 4x World Tag Team Champion, King of the Ring 1994
Der jüngste Hart-Sohn hätte sicher noch mehr erreicht
47. THE MIZ
Ein ehemaliger Reality-Star, der den Weg in die WWE über die Castingshow „Tough Enough“ schaffte –Mike Mizanin hatte es sowohl bei Fans als auch Kollegen von Anfang an ziemlich schwer. Und doch hat der inzwischen 35-Jährige seinen Weg gemacht. Größter Erfolg war zweifellos die erfolgreiche Titelverteidigung der WWE-Championship im Main Event von Wrestle-Mania XXVII gegen John Cena, wenngleich The Miz hier wohl eher als Nebendarsteller in der Fehde zwischen Cena und The Rock fungierte. In der Rolle eines Intercontinental Champions hat er inzwischen aber genau die richtige Position gefunden. Selbst die größten Hasser müssen zugeben, dass The Miz zum Unterhaltsamsten zählt, was die WWE derzeit zu bieten hat.
Größte Erfolge: WWE-Champion, 5x IC-Champion, 2x USChampion, 2x World Tag Team Champion, 4x WWE Tag Team Champion
The Miz ist über die Jahre als WWE-Star gereift
46. SID
Der selbsternannte Herrscher und Meister der Welt hatte gleich zwei WWE-Karrieren. Als Sid Justice im Sommer 1991 in die World Wrestling Federation wechselte, hatte man die denkbar größte Rolle für ihn vorgesehen: Nachfolger des großen Hulk Hogan. Aus verschiedenen Gründen sollte es dazu aber nicht kommen. 1995 kehrte Sid in die Promotion zurück – mit einem ziemlichen Dachschaden und entsprechend verrückten Promos. „Psycho“ Sid war in jedem Fall deutlich erfolgreicher als Sid Justice. Er konnte gleich zwei Mal die WWE-Championship gewinnen und lieferte sich eine durchaus unterhaltsame Fehde mit Shawn Michaels. Auch wenn er die ganz großen Erwartungen nie vollends erfüllen könnte: Sid war Kult.
Größte Erfolge: 2x WWE-Champion
Der Wahnsinn stand Sid häufig ins Gesicht geschrieben
45. MILLION DOLLAR MAN
Der Mann mit dem markantesten Lachen in der Wrestling-Geschichte. Scherzhaft wird heute ganz gern behauptet, dass der Million Dollar Man all das darstellte, was Vince McMahon immer sein wollte. Anders gesagt: Wäre der WWE-Boss bereits in den Achtzigern in den Ring gestiegen, hätte er sich wohl genau dieses Gimmick geschnappt. Nicht vergessen sollte man dabei allerdings, dass Ted DiBiase zu den absoluten Könnern zählte. Als aus dem Gewinn (bzw. dem Kauf) der WWE-Championship trotzdem nichts wurde, schuf er sich mit dem Million Dollar Belt kurzerhand einen eigenen Titel. Nach einer erfolgreichen Tag-Team-Karriere an der Seite von Irwin R. Schyster ließ er seine Karriere als Manager ausklingen.
Größte Erfolge: 3x World Tag Team Champion
Ted DiBiase verkörperte eines der besten Gimmicks aller Zeiten
44. LEX LUGER
Was die potentiellen Nachfolger Hulk Hogans in den frühen Neunzigern angeht: Als solchen hatte man Lex Luger auserkoren, nachdem Hogan die Federation im Sommer 1993 verlassen hatte. Wie Sid Justice, konnte auch der ehemalige Horseman die Fußstapfen des „Unsterblichen“ nie ausfüllen. Was nicht heißt, dass man nicht alles probiert hätte. So tourte Luger als „Über-Patriot“ den ganzen Sommer über in einem Reisebus durch die Vereinigten Staaten, um für sein Duell gegen Yokozuna beim SummerSlam 93 zu werben. Doch es gelang ihm weder beim Slam noch bei WrestleMania X, den Champion zu entthronen.