AEW
BACK IN BLACK
AEW Double or Nothing 2021
Der zweite Pay-Per-View des Jahres brachte die Fans im vollen Umfang zurück. Dazu gab es Entscheidungen um sämtliche Titel, Sting zurück im Ring und obendrauf eine Stadium Stampede mit Happy End. Power-Wrestling analysiert eine denkwürdige Nacht in Florida.
Er hat’s nicht verlernt!
Es war nicht die erste Wrestling-Show mit Zuschauern seit Einsetzen der Pandemie. Aber es war seitdem die erste Wrestling-Show, die sich so anfühlte, als läge CO- VID-19 bereits hinter uns. Das ist ganz offensichtlich zwar noch nicht der Fall. Aber AEW hat bei Double or Nothing, am 30. Mai 2021 aus Jacksonville, gemäß den Richtlinien im US-Bundesstaat Florida, alle Beschränkungen fallen lassen. Rund 5.000 Fans kamen ins Daily’s Place und füllten das Open-Air-Venue zu über 90 Prozent. Jetzt saßen die Fans wieder ganz nah am Ring, so wie es früher einmal war – und in Zukunft wieder sein wird.
Genau vor einem Jahr war Double or Nothing auch der erste Pay-Per-View in der Pandemie-Ära, der in Jacksonville ohne Fans (und nur mit einem Wrestler- Publikum) stattfinden konnte. Damals wurde die „Stadium Stampede“ im angrenzenden Stadion der Jacksonville Jaguars erfunden, um unter ungewöhnlichen Bedingungen ebenso ungewöhnliche Unterhaltung bieten zu können. Die Stadium Stampede sollte nun wiederholt werden – allerdings mit einem großen Finale vor den Fans – der versöhnliche Abschluss nach über 12 Monaten, die so niemand erneut erleben möchte.
Wenn es einen Star bei dieser vierstündigen Pay- Per-View-Übertragung gab (fast viereinhalb Stunden, wer noch das Pre-Show-Match einberechnen möchte), dann das bereits erwähnte Publikum. Ausgehungert vom Live-Erlebnis, sorgten die Menschen gerade in der ersten Stunde und nach ausführlicher Verschnaufpause für eine außergewöhnliche Atmosphäre. Wenn die Zuschauer in den kommenden Monaten zur regulären Rückkehr der Live-Shows, auch nur annährend gut drauf sein werden, dann wird das Produkt eine massive Aufwertung erhalten.
Serena Deeb versteht keinen Spaß
VERSTECKTES HIGHLIGHT
NWA Women’s Championship – Serena Deeb (c) bes. Riho: Vom Jetlag gebeutelt, aber bereit für einen weiteren Titel in den USA: Riho meldete sich als Herausforderin für NWA Women’s Champion Serena Deeb zurück. Um den Titel zu gewinnen, musste die Japanerin an einer aggressiven und wild entschlossenen Championesse vorbei.
Beide Frauen lieferten sich ein herausragendes Match in der Pre-Show. Hier lohnte es sich in jedem Fall, bereits vor dem Beginn der eigentlichen PPV-Übertragung einzuschalten. Deeb platzierte immer wieder die Attacken gegen Rihos Bein, bis sie dann ihren Serenity Look ansetzen und die Japanerin aufgeben lassen konnte. Titelverteidigung! Eine interessante Randnotiz: Riho werden wir jetzt wieder häufiger bei AEW sehen, denn sie hat sich entschlossen, wie bereits Hikaru Shida vor zwei Jahren ihre Zelte in den USA aufzuschlagen. (14:14) ***3/4
Riho ist in die USA geflogen, um zu bleiben
HELDENEMPFANG FÜR DEN HANGMAN
„Hangman“ Adam Page bes. „The Machine” Brian Cage: Wenn von der außergewöhnlichen Atmosphäre die Rede ist, dann muss der Heldenempfang für den „Hangman“ erwähnt werden. Die Begeisterung für Adam Page ist während der Pandemie nicht geschwunden.
Im PPV-Opener wurde gar nicht lang gefackelt, um das extrem gut aufgelegte Publikum bei Stimmung zu halten. Das Raunen war groß, als Cage Page mit einer Powerbomb gegen den Ringpfosten hämmerte und ihm anschließend im Ring weiter zusetzte. Der Hangman verschaffte sich mit einem starken Moonsault vom Turnbuckle vor den Ring Luft. Deadeye von Page und F-5 von Cage wurden jeweils verhindert, dafür brachte „The Machine“ einen Swinging Neckbreaker und holte ihn später mit einem Suplex über die Seile, mit dem beide Männer auf die schmale Rampe krachten.