Als Vince McMahon seine Konkurrenz kaufte
DAS ENDE EINER ÄRA
Vor genau 20 Jahren flimmerte in denUSA die letzte Folge von WCWMonday Nitro über die Bildschirme.Marcus Holzer erinnert sich an einenAbend, der die Wrestling-Welt fürimmer verändern sollte.
MARCUS HOLZER
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Booker T war der letzte „echte“ WCW-Champion
BILDER: PW-ARCHIV (BOOKER T), © 2021 WWE. ALL RIGHTS RESERVED (SCREENSHOT)
Das offizielle Erscheinungsdatum dieser Power-Wrestling- Ausgabe fällt auf ein historisches Datum, wurde doch am 26. März 2001 die allerletzte Episode von WCW Monday Nitro ausgestrahlt. Einer der wichtigsten Momente in der Wrestling-Geschichte, denn das Ende des Monday Night War markierte auch das Ende einer Promotion, die jahrzehntelang das Sports-Entertainment entscheidend mitgeprägt und für gewisse Zeit auch dominiert hatte.
DIE NACHT DER CHAMPIONS
So klar wurde das im Vorfeld allerdings nicht kommuniziert, man sprach lieber von einem Staffelfinale auf TNT. Dies sollte als Night of Champions noch einmal alle Register ziehen: Jeder Titel musste verteidigt werden. Dass es Veränderungen geben würde, war abzusehen. Durch die Fusion der WCW-Mutterfirma Time Warner mit dem Online-Riesen AOL war die Luft für die Wrestling-Promotion dünn geworden. Relativ schnell stand fest: Im neuen Megakonzern war kein Platz mehr für Catchen. Medienmogul Ted Turner, der stets schützend die Hand über „seine“ Wrestler gehalten hatte, war im Zuge der Fusion gänzlich entmachtet worden. Hinzu kam, dass WCW inzwischen wieder tiefrote Zahlen schrieb.