Die Reise zurück in den Ring
OUT. WORK. EVERYONE.
Ihm kann im Ring niemand das Wasser reichen: Christian Cage setzt zum großen Comeback an. Nach siebenjähriger Pause zum Erstaunen der Wrestling-Welt aber nicht bei WWE - trotz seines Royal-Rumble-Auftritts. Der Kanadier erklärt, wie sein AEW-Deal zustande kam und was er sich nun vorgenommen hat.
CHRISTI AN BRUNS
Bereit für eine Zugabe
BILDER: AEW / BILL OTTEN
Jeder liebt Überraschungen. Und Wrestling-Fans lieben Überraschungen sogar noch viel mehr. Eine solche hat uns AEW-Promoter Tony Khan kurzfristig für die Pay-Per-View-Show „Revolution“ am 7. März versprochen. „Ein großer, großer Star. Einer meiner absoluten Lieblinge überhaupt“, sagte Khan. Paul Wight hatte schon vorweggeschickt: „Er ist ein zukünftiger Hall of Famer.“
Wenn im Wrestling solche Andeutungen gemacht werden, dann gehen mit vielen Fans die Pferde durch. John Cena? CM Punk? Brock Lesnar? Na ja, am Ende war es „doch nur“ Christian resp. Christian Cage, wie er sich außerhalb des WWE-Universums nennt. Und auch wenn bei der Beschreibung nicht übertrieben wurde (zumindest in die WWE Hall of Fame gehört er durchaus, aber da sind auch schon Koko B. Ware und Brutus „The Barber“ Beefcake drin), machte sich bei nicht wenigen Fans Ernüchterung breit. Christian Cage trat bei AEW Revolution auf die Stage, grüßte mit seiner berühmten Geste ins Publikum und unterschrieb.
Christians Wrestling-Karriere war eigentlich im Frühjahr 2014 zu Ende gegangen. Nach bald 20 Jahren im Ring waren es eine oder mehrere Gehirnerschütterungen, die seiner Laufbahn im Ring ein jähes Ende setzten. Bei WWE entschied man sich auf Anraten der Ärzte dazu, den heute 47-jährigen nicht länger einsetzen zu wollen. Lukrative WWE-Alternativen gab es zu dieser Zeit in den USA keine mehr (TNA befand sich bereits auf dem absteigenden Ast), zumal der gebürtige Kanadier, der 1995 erstmals vor Publikum in den Ring gestiegen war, jetzt auch erst einmal an seine eigene Gesundheit denken musste.